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9/20/2011

Feigen - eine süsse Verführung!


Endlich ist sie da! Die Feigensaison.
Und ich könnte mich nur von diesen Früchten ernähren.
Ob pur oder im Salat, sie schmecken einfach köstlich!
Und erinnern mich immer an meine Flitterwochen in Griechenland :-)

Feigen mit Honig und Minze

Feigen kreuzweise einschneiden und seitlich drücken,
damit sie aufplatzen. So saugen sie die Sauce besser auf
und erinnern optisch an kleine Blumen :-)
Minze im Mörser mit etwas Vanillezucker zerstoßen 
und über die Feigen streuen. Mit etwas Honig beträufeln.




Feigensalat mit Büffelmozzarella und Prosciutto

3-4 reife Feigen
125g Büffelmozzarella
100g Prosciutto
ein paar Basilikumblätter
3 EL Olivenöl
1 EL Honig
Balsamico
Fleur de sel
Pfeffer aus der Mühle

Feigen in dünne Scheiben schneiden, Mozzarella 
grob zerbröckeln, ein paar junge Basilikumblätter
zupfen und Prosciutto vorbereiten. Alles auf einer 
Servierplatte hübsch auflegen, mit Öl, Honig
und Balsamico beträufeln, gut würzen und
genießen! Dieser Salat ist ein Gedicht!
Er ist auch bei jeder Party ein richtiger Renner - 
beim minimalen Kräfteeinsatz :-)

9/09/2011

Paradeiser 2011


Willst du eine Stunde glücklich sein, so betrinke dich.
Willst du für drei Tage glücklich sein, so heirate.

Willst du für acht Tage glücklich sein, so schlachte ein Schwein und gib ein Festessen.
Willst du aber ein Leben glücklich sein, so schaffe dir einen Garten.
Chinesisches Sprichwort


Ich bin zwar keine routinierte Gärtnerin, aber seit zwei Jahren versuche ich auch dieses Gebiet zu erkunden. Besonders stolz bin ich auf meine Tomatenernte heuer. Nachdem ich letztes Jahr ganze 3(!) Exemplare gepflückt habe, wollte ich neue Sorten ausprobieren. Vielleicht fühlen sich Raritäten Tomaten einfach wohler auf meinem Balkon? Schließlich herrscht dort ein fast mediterranes ganz spezielles Mikro Klima... Und siehe da, es hat tatsächlich funktioniert! Endlich kann ich mir einen Tomatensalat aus eigenem Garten zaubern, der gleich tausendmal besser schmeckt! Schade nur, dass die Saison bald zu Ende ist...


9/06/2011

Pilzsaison!


Bei unserer letzten Wanderung haben wir ein paar
Schwammerl gefunden - zum Kochen eindeutig zu
wenig, die Freude war aber trotzdem riesig. Als Kind
bin ich öfters mit meinen Großeltern in Wald gegangen 
um Pilze zu suchen - Pfifferlinge, Steinpilze, Filzröhrlinge,
Rotkappen, Morcheln...Heute kann ich leider nur
die wenigsten davon erkennen. Meine Oma hat sie
eingemacht und getrocknet und so hatten wir das ganze
Jahr über Saison) Am beliebtesten war die Steinzpilzsuppe
und Kartoffel-Pilz-Pfanne.


Aber auch wenn man nur wenige Pilze gefunden hat, 
kann man durchaus etwas Köstliches zubereiten. Z.B.
dieses Risotto. Ein klassisches Risotto kochen,
die Pilze anbraten, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft
würzen und auf dem Reis servieren.  




Für die Suppe:
400g gemischte Pilze - z.B. Steinpilze und Pfifferlinge
150g Pastinaken oder Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
125ml Weißwein
1l Gemüsebrühe
150ml Sahne
(Kernöl)
Zitronensaft
Butter
Petersilie, Schnittlauch

Pilze mit einer Bürste abputzen, klein schneiden und
die Hälfte davon zusammen mit Zwiebel und Knoblauch
in etwas Butter anbraten. Pastinaken dazugeben. Mit Wein 
ablöschen, mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 20 Minuten  
köcheln lassen. Dann die Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer 
abschmecken und Kräuter untermischen.

Die restlichen Pilze kräftig anrösten, mit Salz und 
Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe mit gebratenen Pilzen, Sahne und etwas
Kernöl servieren.


6/27/2011

Kürbiscremesuppe


Ich weiß, es ist nicht gerade die Kürbissaison, 
aber es gab heute im Bioladen so wunderschöne Exemplare,
dass ich einfach nicht vorbeigehen konnte! Außerdem macht
das kühle Wetter richtig Lust auf etwas warmes und cremiges. 

Zutaten:
1 Hokkaido Kürbis
2 Tomaten
1/2 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL Tomatenmark
1/2 TL Paprika edelsüß
1/2 TL Curry
Salz, Pfeffer
Sahne - 1 EL pro Teller

Zubereitung:
Kürbis waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
Zwiebel, Knoblauch, Tomaten grob zerkleinern und zum
Kürbisfleisch dazugeben. Mit Wasser oder Hühnerfond
aufgießen und zum Kochen bringen. Salz, Curry, Paprika
und Tomatenmark beigeben und bei mittlerer Hitze etwa 10 bis
15 Minuten köcheln lassen. Suppe pürieren, mit Pfeffer und Sahne
abschmecken und genießen!


Wann fängt der Sommer endlich an?!?

4/13/2011

Ricotta Gnocchi mit dreierlei Pesto


Das Wetter am Wochenende war traumhaft schön -
blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und dazu fast schon
sommerliche Temperaturen! Daran könnte man sich gewöhnen :)

Wir gingen in unserem Wald spazieren,



machten ein kleines Picknick in der Wiese



und gingen anschließen auf Kräuterjagd!







Und das ist das Resultat:


Zutaten:
1 Bund Basilikum/Bärlauch oder 3 Stück Paprika (Ramiro)
eine Handvoll Pinienkerne
Parmesan
1 Chillischote
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Die Paprika vierteln, salzen, mit Öl einfetten und bei 180 Grad
ca. 15 bis 20 Minuten schmoren.

Bärlauch und Basilikum waschen und gut abtropfen.

Mit anderen Zutaten vermischen und im Blender pürieren. 
Das Pesto hält sich im Kühlschrank bis zu einem Monat!

Und dazu gibt es heute diese herrliche Gnocchi!


220g Ricotta
1 Eigelb
1/2 TL Salz
30g geriebener Parmesan
ca. 50g Mehl

Ricotta gut abtropfen lassen, salzen, mit Parmesan, Eigelb
vermischen und Mehl einsieben. Je weniger Mehl Sie dabei
verbrauchen, desto besser schmecken die Gnocchi! Wenn Ricotta
gut abgetropft ist, kommen Sie mit wenig Mehl aus. Der Teig
darf ruhig ein wenig kleben.

Eine Rolle machen und in Stücke schneiden. Die Gnocchi
mit einer Gabel etwas flach drücken, damit ein hübsches
Muster entsteht.

Die Gnocchi in kochendes Wasser geben und solange köcheln bis
sie an der Oberfläche schwimmen. Dann sind sie gar.
Mit etwas Butter, Pfeffer und Pesto servieren.


Die Gnocchi kann man auch wunderbar einfrieren, aber bei
mir bleiben nie welche übrig....

4/04/2011

Borschtsch


Eigentlich bin ich kein großer Suppenfan. Klar esse ich hin und wieder eine Gemüsesuppe
oder Linseneintopf, aber meistens nur dann, wenn ich es besonders eilig habe. Es gibt nur eine Ausnahme - Borschtsch. Es ist eine Suppe aus meiner Kindheit, die ich überaus liebe und die leider Gottes auch besonders aufwendig in der Zubereitung ist. Deswegen gibt es sie eben nur einmal im Jahr, aber dann richtig viel davon! :)

Zutaten:

700g Suppenfleisch von Rind
300g Kalbsknochen
2-3 Rote Rüben, würfelig geschnitten
3 Kartoffeln, geviertelt
1/2 Kopf Weißkohl, in dünne Streifen geschnitten
1 Karotte, würfelig geschnitten
1 Zwiebel, klein geschnitten
2-3 Knoblauchzehen, gepresst
1 Petersillwurzel, würfelig geschnitten
2 Lorbeerblätter
5 Pimentkörner
2 EL Tomatenmark
1 EL Essig
2l Wasser
1 EL Salz, evtl. auch mehr
1 Bund Dill

Sauerrahm
Roggenbrot

Zubereitung:

Das wichtigste bei dieser Suppe ist die Brühe. Sie muss kräftig und geschmackvoll sein, sonst schmeckt die ganze Suppe nach nichts! Also besorgen Sie das beste Fleisch und unbedingt ein paar Kalbsknochen. Sie geben der Suppe nicht nur den Geschmack, sondern auch die richtige Konsistenz.

Nehmen Sie den größten Topf, den Sie haben. Füllen sie ihn mit Wasser, geben Sie das
Fleisch, Knochen, Lorbeerblätter, Salz und Pimentkörner hinein und bringen Sie das Ganze zum Kochen. Dabei sollte man den Schaum, der sich an der Oberfläche bildet, immer wieder abschöpfen. Nachdem die Suppe einmal aufgekocht hat, drehen Sie die Flamme zurück und lassen Sie das Fleisch ca. 2 Stunden leise vor sich hinköcheln.

In der Zwischenzeit bereiten Sie das Gemüse vor.

Nach 2 Stunden nehmen Sie das Fleisch samt Knochen aus dem Topf und decken Sie es zu, damit es nicht austrocknet. Geben Sie das klein geschnittene Gemüse, Tomatenmark und Essig in die Brühe. Bringen Sie das Ganze noch einmal zum Kochen. Danach bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen. 2 Minuten vom Schluss geben Sie den frisch gepressten Knoblauch und klein geschnittenen Dill hinein.

Servieren Sie die Suppe heiß mit etwas Sauerrahm. Ich nehme meistens noch ein frisches Roggenbrot mit einem scharfen Senf dazu.
Und das beste dabei - die Suppe schmeckt am zweiten Tag sogar noch besser!
Guten Appetit und gutes Gelingen ;-)

2/01/2011

Rote Bete Carpaccio mit Ziegenbällchen

Jedes Land hat "sein" Gemüse - Kartoffeln in Österreich, Mais in Mexiko, Tomaten in Italien, Paprika in Ungarn und Bulgarien...In meiner Heimat ist die Rote Rübe zweifelsohne die absolute Königin unter dem Gemüse. Es gibt sie in diversen Salaten, Suppen, im berühmten "Hering im Pelz" und natürlich als Beilage. Ich mag die kräftig rote Farbe und den süsslichen Geschmack und kenne unzählige Rezepte, die ich immer wieder nachkoche. Denn Rote Bete schmeckt nicht nur toll, sie ist auch noch unglaublich gesund!

Vor kurzem wurde mein Repertoire an Rote-Bete Gerichten um ein neues Gericht erweitert. Das Rezept fand ich überraschenderweise in einem Weihnachtskochbuch, die Ziegenbällchen kannte ich vorher schon und kombinierte die zwei Rezepte schnell zu einer köstlichen und festlichen Vorspeise. Mit Herzchen-Toast serviere ich sie gerne zum Valentinstag, schließlich ist Rot auch die Farbe der Liebe ;-)


Rezept für 2 Personen:
Rote Bete - 3 Stück
100g Ziegenfrischkäse
Schnittlauch, Thymian
1 EL Sesam
20g Cranberries
Pinienkerne
Zitronensaft
1 EL Nuss- oder Sonnenblumenöl
1/2 TL geriebener Meerettich
2 EL Sauerrahm
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Rote Bete waschen und in einem großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Das Wasser sollte das Gemüse bedecken. Auf mittlerer Flamme je nach Größe 40 bis 50 Minuten kochen. Einen Gabeltest machen - wenn sie leicht hineingeht, sind die Rüben gar.

Wer sich diesen Schritt ersparen möchte kann auch die bereits gekochte vakuumverpackte Rote Bete kaufen.

Rote Bete abkühlen lassen und in möglichst dünne Scheiben schneiden. Auf einem Teller kreisförmig auslegen. Mit Öl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Sauerrahm mit Meerettich vermischen und ebenfalls darauf verteilen. Mit Pinienkernen bestreuen.

Kräuter und Cranberries fein hacken, mit Sesam und Pfeffer aus der Mühle vermischen. Aus Ziegenfrischkäse kleine Bällchen formen und in der Kräuter-Sesam-Mischung wälzen. Sie können natürlich Ihre Lieblingskräuter verwenden, aber ich finde die Mischung aus Schnittlauch und süss-säuerlichen Cranberries sehr gelungen.


Die Ziegenbällchen zusammen mit roter Bete und knusprigem Toastbrot servieren.

Meistens mache ich etwas mehr von den Ziegenbällchen und esse sie gerne zwischendurch mit einem frischen Brot. Sie halten sich im Kühlschrank gut 3 bis 4 Tage frisch.

1/13/2011

Kürbisgnocchi


Heute möchte ich euch über ein Rezept erzählen, welches
 ich ungefähr seit zwei Jahren ausprobieren wollte...
Aber es fehlte mir immer an Zeit oder an Zutaten.
Und heute war es ENDLICH soweit :)

Es gibt sehr viele verschiedene Varianten davon,
ich habe mir etliche Rezepte durchgelesen und
ein paar Ideen kombiniert. Der Prozeß selber
war dann auch nicht so lang und schwierig wie
ich es mir vorgestellt habe. Im Gegenteil, es hat sogar
 etwas Beruhigendes und Meditatives an sich...

also

Man braucht:
für ca. 50-60 Stück
300g Hokkaido Kürbis
1 Eigelb
ca. 150g Mehl
1 TL Thymian
1 TL Curry
Salz, Pfeffer, Kurkuma, Muskatnuss

Butter, Salbei

Kürbis entkernen, in Streifen schneiden, mit etwas Öl beträufeln und
bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen (Stäbchentest!). Abkühlen 
lassen und durch Kartoffelpresse geben. 


Das Püree gut würzen (sonst schmecken die Gnocchi ziemlich fad),  
 Ei und Mehl dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. 
Das Mehl sollte man nach und nach beigeben. Die Menge hängt von
der Kürbis ab - je weniger Sie verwenden, desto besser schmecken
 die Gnocchi. Der Teig sollte nur noch leicht klebrig und gut formbar sein. 
Den fertigen Teig vierteln und für eine halbe Stunde kalt stellen.


Die Arbeitsfläche bemehlen und den Teig zu einer Wurst rollen
Kleine Rauten abschneiden und mit bemehltem Gabelzinken eindrücken.


In einem großen Topf das Wasser zum Kochen bringen,
Gnocchi reingeben und solange kochen bis sie an die
Oberfläche steigen. Herausnehmen und beiseite stellen. 
In einer Pfanne die Butter heiß machen, ein paar
Salbeiblätter anbraten und die Gnocchi kurz schwenken.
Mit geriebenem Parmesan servieren. Die Gnocchi
schmecken als Beilage aber auch als Hauptgericht wunderbar!


Man kann natürlich auch doppelte Portion Gnocchi machen.
Auf einem bemehlten Schneidebrett für ca. 1 Stunde
 in Tiefkühlfach stellen, danach in ein Plastiksackerl reingeben.
Auf diese Weise kleben die Gnocchi nicht und man kann sie
gut 2 bis 3 Monate aufbewahren.